Nebenkostenvorauszahlung für mehrere Jahre

  • Kann ich eine Nebenkostenvorauszahlung (ohne Instandhaltungsrücklage) bei vermieteten Wohnungen, für z.B 3 Jahre, im Jahr der Zahlung steuerlich geltend machen? Wenn ja, für welchen maximalen Zeitraum wird das akzeptiert?

  • Nebenkostenvorauszahlungen bekommt man üblicherweise bei Vermietung und Verpachtung vom Mieter. Das ist also die Einnahme-Seite.


    Instandhaltungen sind üblicherweise bei Vermietung und Verpachtung auf der Ausgaben-Seite. Instandhaltungsrücklagen sind unbeachtlich, wenn sie nicht für Instandhaltungen herangezogen werden.


    Instandhaltungsrücklagen und Nebenkostenvorauszahlungen passen systematisch nicht zusammen.


    Erklären Sie bitte, was Sie überhaupt meinen.

  • Auch für Nebenkostenvorauszahlungen gilt das Zufluss-u. Abflussprinzip. Es wird in dem Jahr gebucht, indem die Zahlungen ,vom Mieter Ihrer Wohnungen, erfolgten.

    Da er sicher Vorauszahlungen auf künftige Jahresabrechnungen meint, stellt sich hier die Frage, ob diese aufgrund des Zu- u. Abflussprinzips vergleichbar den Vorauszahlung von Krankenkassenbeiträgen im Zahlungsjahr steuermindernd wirken.

  • Kann ich eine Nebenkostenvorauszahlung (ohne Instandhaltungsrücklage) bei vermieteten Wohnungen, für z.B 3 Jahre, im Jahr der Zahlung steuerlich geltend machen?


    Wenn damit "Hausgeldzahlungen" des Vermieters an die Hausverwaltung gemeint sind, dann können Sie auf jeden Fall drei Jahre vorauszahlen und dies als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung im Jahr der Zahlung absetzen.


    Richtigerweise wird der Anteil Instandhaltungsrücklage nicht berücksichtigt.
    Wird später Geld aus der Instandhaltungsrücklage entnommen, greift Erhaltungsaufwand als Werbungskosten.

  • Es geht dabei um Ferienwohnungen in einem größeren Gebäude. Die Nebenkosten trage ich selbst und habe gegenläufig nur die Einnahmen aus der Vermietung der Ferienwohnungen.

  • Mir wurde von einem Steuerberater gesagt, das ein wirtschaftlicher Grund für eine mehrjährige Vorauszahlung vorliegen muss. Und dass darf nicht eine ausschließliche Steueroptimierung über mehrere Jahre sein. Eine Vorauszahlung im Dezember für das komplette nächste Jahr würde vom Finanzamt akzeptiert.


    wie verhält es sich damit?

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