Kickback Erstattung aus Fonds angeben

  • Ich schätze, dass sind Einkünfte aus sonstige Leistungen (§ 22 Nr. 3 EStG).

    "Immer" wenn sich Erträge nicht den Einkunftsarten (Kapitalvermögen, Gewerbebetrieb, Vermietung ... usw.) zuordnen lassen, dürfen diese Erträge in das Formular SO eingetragen werden.

    Wenn es im Jahr sehr viele Rückvergütungen sind, dann müßte mann sich allerdings fragen, ob des alles nicht schon Einnahmen aus einer selbständingen Tätigkeit sind. Also die ständige aktive Beteiligung an Abschlüssen für Finanzprodukte kann dann ja keine gelegentliche "sonstige Leistung" des § 22 Nr. 3 EStG mehr sein.

    Jährlich bleiben diese sonstigen Leistungen steuerfrei, wenn sie nicht mehr als 255,- betragen.

    Hilft die Antwort weiter?

  • Quote

    Zitat:Original erstellt von Tuchenhagen:
    Ich schätze, dass sind Einkünfte aus sonstige Leistungen (§ 22 Nr. 3 EStG).

    "Immer" wenn sich Erträge nicht den Einkunftsarten (Kapitalvermögen, Gewerbebetrieb, Vermietung ... usw.) zuordnen lassen, dürfen diese Erträge in das Formular SO eingetragen werden.

    Wenn es im Jahr sehr viele Rückvergütungen sind, dann müßte mann sich allerdings fragen, ob des alles nicht schon Einnahmen aus einer selbständingen Tätigkeit sind. Also die ständige aktive Beteiligung an Abschlüssen für Finanzprodukte kann dann ja keine gelegentliche "sonstige Leistung" des § 22 Nr. 3 EStG mehr sein.

    Jährlich bleiben diese sonstigen Leistungen steuerfrei, wenn sie nicht mehr als 255,- betragen.

    Hilft die Antwort weiter?

    Sind so ca. 1000€

  • Hm, ja dann musst das angegeben werden (liegt ja über die Freigrenze von 255,- EUR bei den sonstigen Einkünften).

    Wenn einem da jetzt aber noch Werbungskosten entstanden sind, (Fahrtkosten, Telefonkosten, Porto, Kto.-Geb. usw.), die darf man dann schon noch von den erhaltenen Einnahmen abziehen. Der Rest ist halt steuerpflichtig - wie gesagt in Anlage SO. Im Programm zu finden unter Menuepunkt "übrige Einkünfte"

  • Von Finanztest habe ich heute folgende Antwort erhalten

    laut BMF-Schreiben v. 22.12.2009 zur Abgeltungsteuer (siehe unten) Rz. 84) sind Erstattungen steuerpflichtig.

    Einzelfragen zur Abgeltungsteuer
    Hierzu: BMF-Schreiben vom 22. Dezember 2009
    - IV C 1 - S 2252/08/10004 (2009/0860687) -

    http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_58004/DE/BM…steuer/013.html

    RZ 84 Investmentgesellschaften zahlen Vermittlungsentgelte an Kreditinstitute für den Vertrieb von Fondsanteilen in Form von sog. Kontinuitätsprovisionen (Bestandsprovisionen). Die Provisionen werden regelmäßig gezahlt und bemessen sich nach dem beim Kreditinstitut verwahrten Bestand an Fondsanteilen.
    Erstatten Kreditinstitute ihren Kunden diese Bestandsprovisionen ganz oder teilweise, stellt die Rückvergütung der Bestandsprovision wirtschaftlich betrachtet einen teilweisen Rückfluss früherer Aufwendungen dar. Es handelt sich daher um Kapitalerträge i. S. des § 20 Absatz 1 Nummer 1 EStG, bei denen die Kapitalertragsteuer gemäß § 7 Absatz 1 InvStG einbehalten wird.

  • Gut recherchiert "powerschwabe"!

    Wurden dir denn Kapitalertragsteuern abgezogen (wie in Randziffer 84 des BMF-Schreibens beschrieben)?

    Davon hattest Du gar nichts geschrieben.

    Dann müsste doch eine Steuerbescheinigung vorhanden sein, aus der vieleicht hervorgeht wie deine Kickbacks zu versteuern sind.

    Danach also in der Anlage Kap.

  • Quote

    Zitat:Original erstellt von Tuchenhagen:
    Gut recherchiert "powerschwabe"!

    Wurden dir denn Kapitalertragsteuern abgezogen (wie in Randziffer 84 des BMF-Schreibens beschrieben)?

    Es werden KEINE Kapitalertragsteuern abgezogen. Die Erstattung erfolgt ja auch nicht vom Kreditinstitut sondern vom Vermittler.

    Wären wir dann bei KAP Zeile 15?

    BTW: Spielt der 01.01.2009 als Kauftermin für die Fondsanteile eine Rolle? Sprich Kickbacks für alte Fondsanteile vielleicht völlig steuerfrei?

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