Kleinunternehmer

  • Hallo,


    ich arbeite als normaler Angestellter und habe nebenbei ein Gewerbe als Kleinunternehmer.
    Ich habe nun im GSE Bogen meinen Gewinn aus meinem Gewerbe eingetragen. Ist es korrekt, dass die Steuer Spar Software mir eine Steuernachzahlung anzeigt?
    Oder wird diese Nachzahlung fiktiv angezeigt und das Finanzamt berechnet mir dann keine Steuern, da ich der Kleinunternehmerregelung unterstehe?
    Vielen Dank im Vorraus!

  • Ziemlicher Unsinn diese Gedankengänge.


    Bin leider jetzt erst wieder online.
    Da will ich doch design-m noch eine brauchbare Antwort geben.


    Rechtzeitig informieren mit entsprechender Literatur, ggf. auch beim Finanzamt; war bei mir vor 25 Jahren noch möglich. Die Erfahrungen von Herrn Jung kann ich nur bestätigen aus meinen Erfahrungen als Berater. :(

    [size="1"][ 03. Februar 2008, 20:32: Beitrag editiert von: Waldi ][/size]

  • Die sog. Kleinunternehmerregelung entbindet nur von der Zahlung der Umsatzsteuer, falls man unter diese Regelung fällt. Ansonsten zählt der Gewinn des Unternehmers (Gewinn-/Verlustrechnung) zum steuerpflichtigen Einkommen und wird im vorliegenden Fall zu den nichtselbstständigen Einnahmen als Gesamteinkommen aufaddiert. Also muss man mehr Steuern zahlen.

  • Hallo, habe genau das selbe Problem.


    Arbeite hauptberuflich auf Steuerkartenbasis (nicht selbständige Arbeit) und habe im Jahr 2007 ca. 5000 € dazuverdient aus selbstständiger Arbeit (auf Rechnungsbasis mit Angabe des Paragrafen § 19 UStg also Kleinunternehmer).


    Bei der Eingabe im Programm kann ich niergendswo auf diesen Paragrafen Hinweisen, wie gebe ich diese selbstständige tätigkeit ein???


    Das Programm errechnet mir eine von mir zu leistende Zahlung von ca. 1500 € (!). Kann das sein??


    Gruß

  • Hallo,


    Angaben zur Kleinunternehmerregelung können in der Gewinnermittlung bzw. Gewinnerfassung gemacht werden, denn dort kann eine Umsatzsteuererklärung erstellt werden. Die Steuer-Spar-Erklärung berechnet keine fiktiven Steuern. Schauen Sie doch mal in den Steuer-Kompass. Dort steht auch Einiges zur selbständigen Tätigkeit.

  • Die Beiträge in diesem Thread zeigen wieder einmal, dass viele völlig unvorbereitet in eine Selbstständigkeit gehen.


    Ich rate jedem, der sich selbstständig machen will, sich rechtzeitig kundig zu machen. Dafür bieten wir z.B. die Steuertipps für Selbstständige an.


    Ich möchte auch darauf hinweisen, das dieses Forum nicht zur Steuerberatung dient.

    [size="1"][ 02. Februar 2008, 20:04: Beitrag editiert von: Martin Jung ][/size]

  • Herr Jung, hier geht niemand unvorbereitet in irgendeine "Selbstständigkeit" oder wie sie es nennen wollen.


    Ich habe neben meim Ingenieurjob in einem Ingenieurbüro einfach ein bischen was dazuverdient und wollte eigentlich diesen betrag korrekt mit IHREM Programm, was ich ja schließlich dafür gekauft habe, versteuern.

  • Sie können natürlich die nebenberufliche selbstständige Tätigkeit korrekt mit unserem Programm versteuern. Es hängt allerdings von Ihrem persönlichen Sachverhalt ab, in welchem Eingabebereich Sie Ihre Zahlen erfassen müssen und ob eine Nachzahlung von 1500 Euro plausibel ist. Konnten denn mit dem Steuer-Kompass und den Antworten Ihre Fragen geklärt werden?


    Es kommt leider oft genug vor, dass selbstständig Tätige - insbesondere die nebenberuflich Tätigen - "einfach mal loslegen" und sich um das ganze Drumherum erst einmal keine Gedanken machen. Das führt dann in der Regel zu unangenehmen Überraschungen.

  • Guten Tag Herr Reichert,


    ich habe mich vor meiner nebenberuflichen Tätigkeit schon über meine Abrechnungsmöglichkeiten informiert. Mir wurde, da mein Umsatz mit der selbsständigen Tätigkeit voraussichtlich relativ gering ausfallen würde, zu der Abrechnung als Kleinunternehmer §19 UstG geraten (Ich habe auf meinen Rechnungen also keine Mwst. ausgewiesen).


    Ich habe mir allerdings die Versteuerung dieser selbständigen Einkünfte "einfacher" vorgestellt.


    Zitat: "Es hängt allerdings von Ihrem persönlichen Sachverhalt ab, in welchem Eingabebereich Sie Ihre Zahlen erfassen müssen und ob eine Nachzahlung von 1500 Euro plausibel ist. Konnten denn mit dem Steuer-Kompass und den Antworten Ihre Fragen geklärt werden?"


    Im Steuerkompass konnte ich keinen für mein Problem passenden Ansatz finden. Ich habe lediglich bei der "Gewinnermittlung" die das Programm anbietet was konkretes zu "Kleinunternehmern" gefunden, was mich aber auch nicht sehr viel weitergebracht hat, dort sind so viele Angaben zu machen das ich den Überblick verliere.


    Vielleicht haben Sie ja noch irgend einen Tipp für mich wo bzw. wie ich mein Problem am sinnvollsten mit dem Stuerprogramm lösen kann.


    Vielen Dank !

  • Hallo zM1,
    vereinfacht kann man sagen, dass alle Einkünfte der Besteuerung unterliegen. Auch Ihre gewerblichen Einnahmen von 5.000 Euro. Nimmt man mal Ihren persönlichen Steuersatz von 30 Prozent an, dann sind die 1.500 Euro Steuern plausibel.
    Da Sie zur Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG optiert haben, müssen Sie keine Umsatzsteuer an das FA zahlen ( Umsatz unter 17.500 Euro ). Sie müssen eine Einnahme-Überschuss-Rechnung erstellen. Einnahmen minus Ausgaben gleich steuerpflichtiger Gewinn. Dabei ist die SSE sehr hilfreich. Sie müssen auch eine Umsatzsteuererklärung per ELSTER an das FA senden. Bei der Umsatzsteuererklärung gibt man dann den Kleinunternehmer an.
    Der so ermittelte Gewinn ( hier 5.000 Euro ) wird in der Einkommensteuererklärung in der Anlage GSE angegeben. Dann wir die SSE eine entsprechende Steuer ( wahrscheinlich eine Nachzahlung ) ermitteln. Wenn eine Nachzahlung ermittelt wird, kann ( wird ) das FA Vorauszahlungen festsetzen. Die kannman dann nur vermeiden, wenn man dem FA nachweisen kann, dass z.B. der Gewinn deutlich weniger geworden ist.

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