• Hallo,
    kann ich Umzugskosten steuerlich gelten machen wenn sich der Fahrweg nur um 9km (15 Min) verkürzt ich aber jetzt die Möglichkeit habe mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro zu fahren?
    Falls ja, gibt es hierzu ein Urteil oder ähnliches?

    Besten Dank

  • Das wird sehr, sehr schwierig:
    Derzeit steht die Rechtsprechung mit der 30-Minuten-Regel.

    Es gibt aber in der Tat eine Hoffnung: Eine Ärztin hatte durchgerklagt, dass sie bei weniger als 30 Minuten Fahrzeitverkürzung einen beruflichen Umzug hatte, u.a. genau mit der Begründung, dass sie jetzt auch mit Öffentlichen zur Klinik fahren könne.

    In dem Fall ging es aber nur um wenige Minuten, die unter der 30-Miunten-Grenze lagen. Ferner hatte der Fall die Besonderheit, dass die Ärztin Bereitscdhaftsdienste hatte und es dabei noch wichtiger war, schnell (und gff. ohne PKW) in der Klinik zu sein. (es kam halt auf jede Minute an)

    Ob das auf Ihren Fall übertragbar ist, lässt sich aus den Angaben nicht abschätzen.

    Versuchen Sie folgendes:

    Die 30-Minuten-Grenze ist weder gottgegeben noch vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Sie ist vielmehr eine Orientierung, die von der Verwaltung und den Gerichten vorgegeben wird, um das ganze in der Praxis handhabbar zu machen.

    Führen Sie also weitere Gründe auf, für die Wahl der Wohnung in der Nähe des Arbeitsortes; Stichworte:

    Klimaschutz zur Verkehrsmittelwahr,
    Energiepreisanstieg/Kosteneinsparung (aber nur für die Fahrt)
    Stress der Parkplatzsuche am Wohn- und Arbeitsort.

    Ist die alte Fahrzeit überhaupt richtig berechnet ? Ich meine: enthält die alte Fahrzeit auch die Wege zum Laternen-Parkplatz und zurück, die Parkplatzsuche etc ?
    wie sieht denn der Vergleich öffentlicher Verkehrsmittel von der alten Wohnung aus ?

    Ich würde es auf jeden Fall versuchen - es wird aber hart werden.

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