Renovierung/Anschaffungsnaher Aufwand

  • Hallo,
    Wir haben ein 57 Jahre altes Haus gekauft und renoviert. Das Haus sollte vermietet werden. Wir haben uns dann beim Renovieren dazu hinreißen lassen, mehr zu machen als ursprünglich geplant. Jetzt bei der Steuererklärung stelle ich fest, dass seit 2004 eine sehr rigorose Grenze von 15% der Kaufsumme des Gebäudes für Renovierungen in den ersten drei Jahren besteht. (Dumm gelaufen, hätte man anders machen sollen und auch ungerecht.) Bei mehr wird pauschal Herstellungsaufwand angenommen, der über 50 Jahre abgeschrieben werden muss.


    Frage: Muss mann alle Renovierungskosten jetzt als Herstellungsaufwand angeben, oder kann man 15% der Renovierungskosten als Erhaltungsaufwand ansetzen und was darüber hinausgeht als
    Herstellungsaufwand?


    Danke! Gruß, Walter

  • Hallo Walter,


    das wäre schön, wenn man 15 % der Instandsetzungs- und Modernisierungskosten als Herstellungskosten ansetzt und den Rest als Erhaltungsaufwand! :)


    So einfach ist es aber leider nicht.


    Sobald die Aufwendungen innerhalb von 3 Jahren nach der Anschaffung 15 % der Anschaffungskosten (ohne Umsatzsteuer) übersteigen sind die Aufwendungen INSGESAMT als Herstellungskosten zu behandeln und über die Nutzungsdauer des Gebäudes zu verteilen/abzuschreiben, vgl. § 6 Absatz 1 Nr 1a ESTG.


    Gruß
    Elster007

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