Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG

  • Hallo,

    Kann mir jemand sagen, wie die Zeile 14 in der Anlage EÜR aus der Gewinnermittlung heraus angesteuert werden kann bzw. wo die Eingabe eines Freibetrages nach § 3 Nr. 26 EStG erfolgen muss, damit sie in dieser Zeile erscheint?

    Ich finde 'nur' die Eingabemöglichkeit im ESt-Modul unter "Aufwandsentschädigungen". Eine dortige Eingabe wird aber - soweit ersichtlich - nicht in Anlage EÜR im Gewinnermittlungsmodul transportiert.

    Die Angabe wird wegen der USt-Relevanz bestimmter Umsätze, für die § 3 Nr. 26 EStG zum Tragen kommt, zwingend im Gewinnermittlungsmodul (Anlage EÜR & UST) benötigt, da sonst die USt-Jahreserklärung nicht stimmt.

    Ich bin gespannt und bedanke mich im voraus.

    Gruß
    KRB

  • Da bin ich anderer Auffassung. Im vorliegenden Fall erbringt ein Unternehmer verschiedene umsatzsteuerpflichtige Leistungen. Für einen Teil dieser Leistungen kann der Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG in Anspruch genommen werden. Damit die USt-Jahreserklärung - ebenso wie die EÜR - zutreffend ist, MÜSSEN die betreffenden Ausgangsumsätze/Einnahmen, für die der Freibetrag in Anspruch genommen werden kann, mit erfasst werden (sonst zu geringer Ausweis der Umsätze/Einnahmen). Jetzt stellt sich das Problem, wo man den Freibetrag unterbringen kann. Ich habe versucht, die Umsätze/Einnahmen im EÜR/USt-Modul zu erfassen und den Freibetrag getrennt hiervon im ESt-Modul. Das lässt das Programm aber nicht zu. Man bekommt eine Fehlermeldung, dass der Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG (angeblich) die betreffende Aufwandsentschädigung übersteigt. Logisch, dass man diese Fehlermeldung bekommt, auch wenn sie inhaltlich nicht zutrifft, weil die Aufwandsentschädigung ja im Gewinnermittlungsmodul erfasst ist, aber das Programm kann das natürlich nicht erkennen, weil die Einnahmen mit in dem aus der Gewinnermittlung importierten Gewinn/Verlust enthalten sind, also nicht gesondert ausgewiesen werden. Da das Gewinnermittlungsmodul nach ihrer Auskunft keine Erfassung des Freibetrags erlaubt, stehe ich vor der Wahl, entweder den falschen Einnahmeüberschuss/Umsatz auszuweisen oder den Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG nicht unterzukriegen. Ich hoffe, das Problem ausreichend beschrieben zu haben, gehe aber gerne noch weiter ins Detail, soweit erforderlich.

  • Wie trennen Sie denn in der Gewinnermittlung die Umsätze, die für die Tätigkeit nach §3.26 erbracht werden, von den restlichen Umsätzen?

    Sie können in unserer Gewinnermittlung nicht mehrere Tätigkeiten gemeinsam erfassen. Beachten Sie auch die Hinweise für die Umsatzsteueranmeldung/erklärung in den Eingabehilfen beim Vorliegen mehrerer Betriebe.

    Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
    Martin Jung

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