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Nochmal Frage PKW Nutzung

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    Nochmal Frage PKW Nutzung

    Hallo,

    ich habe nochmal eine Frage zur PKW-Nutzung.

    Es soll ein neuer PKW gekauft werden. Nutzung teilweise als Selbstständiger, teilweise privat.

    Folgende Randbedingungen (fiktiv, rein zum Rechnen):
    Unternehmer mit Vorsteuerabzug und Ist-Versteuerung.

    Daten zum PKW bzw. zur Fahrleistung:
    Kaufpreis PKW: 15.126 € Netto, 2.874 € USt (19%), also 18.000 € Brutto-Preis.
    Verbrauch PKW: 5 Liter/100 km
    Benzinpreis: 1,30 €/Liter (brutto, also inkl. 19% USt)
    Steuer/Versicherung: 300 € / Jahr (keine Umsatzsteuer)
    Werkstattkosten etc: 500 €/Jahr (brutto)
    Fahrleistung: 15.000 km privat, 5.000 km Beruflich. Also 20.000 km Gesamt bei 25% dienstlicher Nutzung.
    Benzinkosten: 20.000 km * 5 liter/100km * 1,30 €/Liter = 1.300 €

    Bei 25% beruflicher Nutzung habe ich ja die Wahlmöglichkeit den PKW im Privatvermögen oder im Betriebsvermögen aufzunehmen. Die 1%-Methode ist grundsätzlich nicht möglich.

    Bei PKW im Privatvermögen:
    Ich ermittle meine effektiven Fahrtkosten pro km.
    Dazu nehme ich:
    Afa (18.000 € auf 6 Jahre) = 3.000 €
    Benzinkosten: 1.300 €
    Werkstatt etc: 500 €
    Steuer/Versicherung: 300 €

    Gesamtkosten also: 5.100 €. Macht bei 20.000 km Kosten von 0,26 €/km.
    Da 0,26 €/km geringer sind als die 0,30 €/km, die ich geltend machen darf, notiere ich meine Auswärtstätigkeiten in einer Excel-Liste und setze dann in der EÜR 5.000 km zu je 0,30 €, also insgesamt 1.500 € als Betriebsausgaben an.
    Ein Fahrtenbuch muss ich hierfür nicht führen, oder?

    Ausblick: Im 7. Jahr ist der PKW abgeschrieben, also sinken meine Fahrtkosten von 0,26 €/km auf 0,11 €/km (nur noch Benzin, Werkstatt und Steuer auf 20.000 km). Da auch das niedriger als 0,30 €/km ist, bleibt's bei den 1.500 € Betriebsausgaben. Also ein um 1.500 € geringerer Betriebsgewinn.


    Bei PKW im Betriebsvermögen:
    im 1. Jahr kaufe ich den PKW und mache sofort 2.874 € Vorsteuer geltend (Umsatzsteuervoranmeldung im Monat des Kaufs).
    Des weiteren berücksichtige ich in jedem Jahr als Betriebsausgabe bzw. beim der Umsatzsteuervoranmeldung:
    Afa: 2.521 € (15.126 € Netto / 6 Jahre, keine weitere USt hier, richtig?)
    Benzinkosten: 1.092 € netto und 208 € USt (in Summe also wieder 1.300 €)
    Werkstatt: 420 € netto und 80 € USt (in Summe also 500 €)
    Steuer/Versicherung: 300 € Netto.

    Meine gesamten Betriebsausgaben belaufen sich also auf 4.621 € (2.521 € + 1.092 € + 208 € + 420 € + 80 € + 300 €).
    Bzw. im 7 Jahr entfällt die Afa, da bleiben dann 2.100 € Betriebsausgaben.

    Jetzt muss ich aber die Privatfahrten noch auf der Einnahmen-Seite rechnen:
    Also:
    Afa: 0,75 * 2.521 € = 1.891 € zzgl. 359 € USt. (1.891 € * 19% = 359 €)
    Benzinkosten: 0,75 * 1.092 € = 819 zzgl. 156 € Ust.
    Werkstatt: 0,75 * 420 € = 315 € zzgl. 60 € Ust
    Versicherung: 0,75 * 300 € = 225 € ohne Ust.

    Auf meiner Einnahmen-Seite habe ich also: (1.891 € + 359 € + 819 € + 156 € + 315 € + 60 € + 225 €) = 3.825 €.

    Meine EÜR beinhaltet also 3.825 € Einnahmen durch den PKW und 4.621 € Ausgaben. Also sinkt mein Betriebsgewinn um 796 €.

    Im 7. Jahr entfällt ja die Afa, also habe ich Einnahmen von 1.575 € und Ausgaben von 2.100 €, also einen um 525 € geringeren Gewinn.

    Muss ich hier ein "echtes" Fahrtenbuch führen, oder reicht (auch?) hier eine formlose Dokumentation im Excel wie beim PKW im Privatvermögen?

    Zusammenfassend also:
    Beim PKW im Privatvermögen und 7 Jahre Nutzungsdauer, kann ich 7 * 1.500 € Betriebsausgaben geltend machen, in Summe also 10.500 €.

    Beim PKW im Betriebsvermögen mache ich im 1. Jahr 3.670 € effektive Betriebsausgaben geltend (Volle USt auf Kauf, und die o.g. Betriebsausgaben in Höhe von 4.621 € bzw. Einnahmen in Höhe von 3.825 €), in jedem weiteren Jahr die 796 € und im 7. Jahr noch 525 €, da hier die Afa entfällt.
    Insgesamt habe ich somit 8.175 € an Ausgaben geltend gemacht.

    Fazit: Der PKW im Privatvermögen ist besser.

    Fragen:
    Stimmt die Rechnung?
    Reicht die Dokumentation der Fahrten in einer formlosen Excel-Liste oder muss ich ein Fahrtenbuch führen?
    Beim Fahrtenbuch: Muss ich das immer führen, oder nur wenn der PKW im Betriebsvermögen / im Privatvermögen ist?

    #2
    @ frontloop

    Besorgen Sie sich eine SteuerSparErklärung und geben Sie Ihre Daten selbst ein. Bei fiktiven Einnahmen können Sie unter Ergebnisse sehen, wie sich die von Ihnen angenommenen Varianten auswirken.

    Jeder, der Ihnen jetzt helfen wollte, müsste es mit seiner eigenen SSE probieren. Wie sollte er Ihnen das bessere Ergebnis plausibel machen? Da müsste man Ihnen verschiedene Datein schicken, damit Sie diese mit Ihrer SSE aufmachen könnten.

    In der SSE haben Sie einen Steuerkompass, der Ihre weiteren Fragen beantwortet.
    Zuletzt geändert von Staufer; 31.08.2016, 23:28.

    Kommentar


      #3
      Die richtige Antwort auf die Frage erhalten Sie grade aus SSE, alle andere Reden darüber sind ratlos...

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        #4
        Zitat von Regew
        Das ist problematisch bei der Führung eines elektronischen Fahrtenbuchs, da dies nur mit Hilfe eines z.B. Labtops überhaupt möglich ist.
        Es gibt m.E. e-fahrtenbücher in Form eines Navi, der im PKW verbleibt und die Ziele (GPS) automatisch listet und ausgelesen werden kann. man muss nur vor und nach der Fahrt den Zweck eingeben, Die oft angefahrenen Ziele kann man vorher schon eingeben und muss sie dann nur noch anklicken. Fragt bitte nicht nach dem Namen der Geräte, ich habe das mal zufällig gelesen.

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