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Elterngeld und Steuerklasse

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    Elterngeld und Steuerklasse

    Hallo,

    ist denn folgende Überlegung richtig und so machbar?

    2016 wird geheiratet. Keine Kinder vorhanden. Rein fiktiv verdiene ich 60.000 € (angestellt, brutto-gehalt), meine Frau 30.000 € (selbstständig. Dieser Betrag ist der Gewinn vor Steuern).
    Jetzt ist es ja sinnvoll für mich die Steuerklasse 3 und für sie die Steuerklasse 5 zu wählen.

    In 2017 wird meine Frau schwanger und bekommt 2018 ein Kind bzw. beantragt in 2018 Elterngeld.
    Das Elterngeld wird aber auf Basis ihres letzten Netto-Gehalts berechnet. Das ist in 2017 aber ja entsprechend niedrig, da sie ja die ungünstige Steuerklasse 5 hat.

    Daher jetzt folgende Überlegung:
    2016 haben wir die Steuerklasse 3/5.
    Für 2017 wechseln wir in 5/3 (!). Dann haben wir zwar das Jahr über relativ wenig Geld zur Verfügung (hoher Abzug durch meine ungünstige Steuerklasse), aber bei der Steuererklärung wird das ja wieder ausgeglichen. Es entsteht somit also kein Nachteil.

    In 2018 bekommt meine Frau entsprechend ein höheres Elterngeld, weil sie ja ein hohes Netto-Einkommen hatte. Gleichzeitig wechseln wir wieder in die alte Steuerklasse 3/5, so dass mein Netto-Gehalt wieder steigt.
    In 2019 gehe ich dann in Elternzeit bzw. beantrage Elterngeld, was dann ja auch wieder relativ hoch ist (durch meine Steuerklasse 3 in 2018).

    Stimmt das denn so?
    Zuletzt geändert von frontloop; 13.05.2016, 11:11.

    #2
    Hallo,

    genau das Thema beschäftigt mich gerade auch. Wäre klasse wenn jemand die Frage beantworten könnte. Ich würde sagen die Rechnung/Logik stimmt, habe aber einige Foren durchstöbert und Ratgeber gelesen und bin einmal (weiß lieder nicht mehr wo) auf eine Anmerkungen gestoßen, welche diese Vorgehensweise als nicht erlaubt beschrieben hat.

    Grüße

    Kommentar


      #3
      ...das habe ich im Forum/Blog "steuerberaten.de" gefunden, scheint allerdings von 2009 zu sein, könnte also mittlerweile so nicht mehr gelten:

      Im Falle einer ankündigenden Schwangerschaft sollten Eltern prüfen, ob sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt. Und zwar so weit wie möglich vor dem Zeitpunkt, an dem das Kind auf die Welt kommt. Dadurch kann sich nämlich Ihr Anspruch auf das Ihnen zustehende Elterngeld erhöhen, weil sich die Höhe nach dem erzielten Nettoeinkommen der letzten 12 Kalendermonate vor der Geburt richtet.

      Die Zahlung eines höheren Elterngeldes darf Ihnen nicht einfach mit der Begründung verweigert werden, dass der Steuerklassenwechsel hier einen Rechtsmissbrauch darstellt. Dies hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in 2 Fällen entschieden, in denen die Ehefrau kurz vor der Geburt die Steuerklasse gewechselt hatte (Az. L 13 EG 40/08 und L 13 EG 51/08).

      Allerdings sind diese beiden Entscheidungen leider noch nicht rechtskräftig. Das Landessozialgericht hat die Revision zum Bundessozialgericht zugelassen.

      Anders ist das allerdings bei der Bemessung des Arbeitslosengeldes. Hier führt ein Steuerklassenwechsel zum Zwecke der Erhöhung nicht zu einem höheren Bezug, weil der Gesetzgeber dies ausdrücklich untersagt hat.

      http://blog.steuerberaten.de/privat/11_967_steuerklassenwechsel-fur-hoheres-elterngeld/[/URL]

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