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Terrassenheizstrahler von der Steuer absetzen?

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    Terrassenheizstrahler von der Steuer absetzen?

    Hallo!
    Kann ich die Infrarot Terrassenstrahler, die ich zur Trocknung der Wände meiner Auto Werkstatt nutze (weil da durch Feuchtigkeit in den Wänden Schimmel entsteht) von der Steuer absetzen?
    LG

    #2
    Nur wenn Sie ein Kfz-Gewerbe haben (ggf. Werkzeuge und Kleingeräte < 250 Euro netto), privat nicht.

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      #3
      Abgesehen davon, dass sie mit einem Gaskamin bzw. gasbetriebenem Heizgerät und gleichartig betriebenem Terrassenheizstrahler keine feuchten Wände trocknen können oder dergleichen Schimmel fernhalten, sind das eben genauso auch Betriebsausgaben. Aber das gehört in das Gebiet der Baufachberater. „Die Terrassenheizstrahler absetzen“? Sie können natürlich auf der Terrasse oder anderswo abgesetzt (abgestellt) werden. Bitte konkreter fragen. Darüber hinaus können die Kaufpreiskosten bei den AfA, Abschreibungen aufgeführt werden. Beachten Sie die neuen Aufzeichnungspflichten. Es ist ein Verzeichnis über die als geringwertige Wirtschaftsgüter behandelten Wirtschaftsgüter zu führen, deren Anschaffungskosten 298 € (250 € netto) nicht übersteigen, wenn diese Angaben nicht aus der Buchführung ersichtlich sind.

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        #4
        Beachten Sie die neuen Aufzeichnungspflichten. Es ist ein Verzeichnis über die als geringwertige Wirtschaftsgüter behandelten Wirtschaftsgüter zu führen, deren Anschaffungskosten 298 € (250 € netto) nicht übersteigen, wenn diese Angaben nicht aus der Buchführung ersichtlich sind.
        Das ist jetzt aber schlicht falsch! Richtig ist:

        Wirtschaftsgüter im Sinne des Satzes 1 (GWG), deren Wert 250 Euro übersteigt, sind unter Angabe des Tages der Anschaffung, Herstellung oder
        Einlage des Wirtschaftsguts oder der Eröffnung des Betriebs und der Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder des nach Absatz 1 Nummer 5 bis 6
        an deren Stelle tretenden Werts in ein besonderes, laufend zu führendes Verzeichnis aufzunehmen. Das Verzeichnis braucht nicht geführt zu werden,wenn diese Angaben aus der Buchführung ersichtlich sind.

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          #5
          Hier noch einmal das vollständige Zitat:

          "Die neuen Aufzeichnungspflichten
          Grundsätzlich gilt, dass Steuerpflichtige, die Ihren Gewinn mittels Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln, Ihrer Einkommensteuererklärung die Anlage EÜR beifügen. Eine formlose Gewinnermittlung bei Betriebseinnahmen von bis zu 17.500 € ist seit dem Veranlagungsjahr 2017 nicht mehr zulässig.
          Zusätzlich ist der Gewinnermittlung zwingend ein separates, laufend zu führendes Anlageverzeichnis beizulegen.
          Das Anlageverzeichnis muss sowohl die Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens als auch die Wirtschaftsgüter des außergewöhnlichen Umlaufvermögens enthalten. Ferner muss dabei der Tag der Anschaffung bzw. Herstellung und die Höhe der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder des an deren Stelle tretenden Werts aufgezeichnet werden.
          Zu den Wirtschaftsgütern des außergewöhnlichen Umlaufvermögens zählen insbesondere:
          • Anteile an Kapitalgesellschaften,
          • Wertpapiere und vergleichbare nicht verbriefte Forderungen und Rechte,
          • Grund und Boden und Gebäude des Umlaufvermögens.
          Darüber hinaus ist ein Verzeichnis über die als geringwertige Wirtschaftsgüter behandelten Wirtschaftsgüter zu führen, deren Anschaffungskosten 298 € (250 € netto) nicht übersteigen, wenn diese Angaben nicht aus der Buchführung ersichtlich sind."

          Die Quellenangabe folgt auf dem Fuße, wenn wir uns hier einig geworden sind.
          Hier soll nämlich ein Problemkreis gezeigt werden, der sich aus dem abzuschreibenden Gegenstand ergibt.

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            #6
            Die Quellenangabe folgt auf dem Fuße, wenn wir uns hier einig geworden sind.
            Wie soll man sich hier einig werden? So kompliziert ist der Gesetzeswortlaut von § 6 Abs. 2, Sätze 4 und 5 EStG ja nun auch wieder nicht.

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              #7
              Dann bitte Klartext, was genau ist an dem Zitat falsch? Welche Aussage stimmt nicht?

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                #8
                Was sagt Steuertipps dazu:

                Eine gesonderte Aufzeichnungspflicht für GWG im Wert von bis zu 250,– € besteht nicht. Es spricht aber natürlich nichts dagegen, dafür ein eigenes Konto anzulegen. Bei Sofortabschreibung im ersten Jahr können die Anschaffungskosten oder der Einlagewert des Wirtschaftsgutes direkt als Betriebsausgabe erfasst werden. Wird stattdessen die Abschreibung über die Nutzungsdauer gewählt, ist der Gegenstand in das betriebliche Anlagenverzeichnis aufzunehmen und zusammen mit den anderen Gegenständen des Anlagevermögens abzuschreiben.

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                  #9
                  Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
                  Dann bitte Klartext, was genau ist an dem Zitat falsch? Welche Aussage stimmt nicht?
                  Das hatte ich doch oben schon geschrieben! Das Verzeichnis muss für GWG mit Anschaffungskosten von über 250 € geführt werden, doch nicht bis 250 €!

                  Darüber hinaus ist ein Verzeichnis über die als geringwertige Wirtschaftsgüter behandelten Wirtschaftsgüter zu führen, deren Anschaffungskosten 298 € (250 € netto) nicht übersteigen, ...
                  Im Zitat steht doch eindeutig und damit falsch: deren Anschaffungskosten... 250 € nicht übersteigen

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                    #10
                    Danke für die Klarstellung und jetzt folgt auch, wie versprochen die Quellenangabe. Man findet Sie in der Steuerhilfe der -Buhl Tax Service GmbH, Am Siebertsweiher 3/5, 57290 Neunkirchen- eingebunden in die Programmhilfen. Ja, das Wörtchen „nicht“ gehört da nicht mehr hin. Hier hat sich der Autor mit der doppelten Verneinung, die bei Gesetzesinterpretationen oft zu verwenden sind, verhaspelt. Mir ist das anfänglich leider gar nicht so gleich aufgefallen, denn ich wollte auf den neu eingefügten Absatz 2a dieser Norm hinweisen. Hier entschuldige ich mich für mein Versehen und positioniere mich eindeutig von dieser Kommentierung bzw. Hilfestellung entgegen.
                    Das Problem was sich hier stellt, ist die Verwendung eines Wirtschaftsgutes, das überwiegend für eine private Nutzung geeignet ist. Es sei denn, man betreibe eine Gastronomie. Wer wäre da nicht geneigt, solche problematischen Anschaffungen in den Sammelposten auszuweisen. Die Prüfer kennen aber diese und andere Umstände.

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