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    MwSt nachträglich zahlen?

    Hallo zusammen, ich bin Studentin und habe 2 Monate lang für eine Übersetzungsagentur übersetzt. Als ich den Job bekommen habe, haben sie nach meiner Steueridentifikationsnummer gefragt. Ich komme aus dem Ausland und habe bis jetzt keine Steuererklärung in Deutschland gemacht. Ich habe deswegen dem Finanzamt erklärt, dass ich als freiberufliche Übersetzerin arbeiten möchte, und gefragt, was genau ich machen muss um die Steueridentifikationsnummer zu bekommen. Sie haben gesagt, dass sie mir die Nummer ganz einfach per Post schicken kannst. Ich habe der Firma die Nummer gegeben und in der 2 Monaten 8 Jobs für sie gemacht.

    Dann haben sie mir geschrieben, dass die Steuernummer doch nicht stimmt, weil sie nicht die ist, die man bekommt wenn man selbständig ist. Sie haben die ganze Zeit gedacht, dass ich Kleinunternehmer bin und haben mich entsprechend bezahlt.

    Meine Fragen an Ihnen ist: Was soll ich jetzt machen? Ich bin ziemlich sicher, dass ich die MwSt nachträglich zahlen muss. Ich arbeite aber nicht mehr freiberuflich und würde mich ungern offiziell selbständig machen, weil das für meine Versicherung problematisch sein könnte. Wissen Sie, wie ich das am besten mache?

    #2
    Keine Panik.

    Lag Ihr Umsatz im Jahr vor Ihrer Selbstständigen Tätigkeit unter 17.500 Euro, sind Sie im betreffenden Jahr Kleinunternehmer.
    Sie brauchen deshalb keine Umsatzsteuer abführen.
    Der konkrete Umsatz im Jahr Ihrer dargestellten Tätigkeit spielt keine Rolle, wenn Sie diese nach diesem einen Jahr aufgeben.

    Es bleibt im Ergebnis dabei, dass Sie keine USt zahlen müssen.
    Es sei denn, Sie hätten diese dem Auftraggeber in Rechnung gestellt. Dann müssen Sie sie anmelden und zahlen.
    Denn dann hätten Sie im Grunde auf Ihren Kleinunternehmerstatus verzichtet und zur USt. optiert, was aber offenbar nicht der Fall war, denn sonst hätte Sie Ihr Auftraggeber nicht als Kleinunternehmer behandelt.

    Wenn Sie keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben, dann geben Sie Ihre persönliche Steuernummer an.

    Im Übrigen empfiehlt es sich immer wieder, dass sich Existenzgründer vor Aufnahme ihrer Tätigkeit über ihre Rechte und Pflichten kundig machen, ehe es ein böses Erwachen geben kann.

    Noch ein Hinweis: Sie sind zur elektronische Abgabe Ihrer Einnahme-Überschuss-Rechnung an das FA verpflichtet. Die SteuerSparErklärung hilft Ihnen bei der Erfassung Ihrer selbstständigen Einnahmen und Ausgaben (Werbungskosten) sowie zur Übertragung der Einkünfte bzw. des Einkommens an das FA.

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      #3
      Denke man muss auf jeden Fall nachzahlen
      Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem“ (Karl Valentin)

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