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Jahre später nachberechnete Umsatzsteuer - Eingabe in der Umsatzsteuererklärung

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  • MrX
    antwortet
    Zitat von MrX Beitrag anzeigen
    Hat ja lange genug gedauert. Vielen Dank nochmals!
    Also mit lange gedauert meinte ich natürlich mich. Lange bis ich es kapiert habe.

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  • MrX
    antwortet
    Hat ja lange genug gedauert. Vielen Dank nochmals!

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  • Staufer
    antwortet
    MrX

    # 12 - genauso ist es ...

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  • Charlie24
    antwortet
    Der Finanzbeamte meinte, dass es dann einfach genügen würde, wenn ich eine Umsatzsteuererklärung abgeben würde.
    Da hat der Finanzbeamte prinzipiell recht. Wenn du die Rechnungen für 2013 korrigiert und die Umsatzsteuer dann 2016 nachberechnet hast, kann

    ich deine Überlegungen für 2013 nicht nachvollziehen. Auf die EÜR für 2013 hat das doch keinen Einfluss. Die gesamte nachberechnete Umsatzsteuer

    ist dir 2016 zugeflossen und in dem Jahr gehört sie auch in die EÜR. Bei den Umsatzsteuererklärungen sieht das anders aus.

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  • MrX
    antwortet
    Okay danke, aber denke langsam ist es nun doch klarer geworden, ich versuche nochmals zusammen zu fassen:

    2013 gebe ich meine Einnahmen von 100,-- Euro quasi als Bruttoeinnahmen, also inklusive 19% USt an, obwohl es eigentlich (zuerst) Nettoeinnahmen waren.?
    In der EÜR für 2013 würde dies ja irgendwie (trotzdem) passen, weil die 100,-- Euro ja genau die Einnahmen sind die ich auch 2013 erhalten habe.
    In der USt-Erklärung 2013 würden dann eben von den 100,-- Euro 19% herausgerechnet, also wie oben beschrieben. Es würden dann die 15,97 Euro an zu zahlende Umsatzsteuer ausgewiesen, die ich dann für 2013 (in 2020) nachzuzahlen habe.

    2016 müsste ich ja dann die nachgeforderten und erhaltenen 19,-- Euro Ust :
    In der EÜR 2016 ganz "normal" als Bruttoeinnahmen angeben.
    In der USt-Erklärung 2016 würden dann aus dern 19,-- Euro auch wieder 19%, also 3,03 Euro herausgerechnet. Richtig?

    Insgesamt würde es ja dann auch wieder passen: Also 15,97 (2013) + 3,03 (2016) = 19

    Und last but not least würde bzw. müsste ich dann die Umsatzsteuer(nach)zahlungen ans Finanzamt für das Jahr 2013(und 2014 und 2015). In der EÜR als nachgezahlte Umsatzsteuer erfassen.

    Ich hoffe dass ich es jetzt habe und es so richtig ist? Ich warte auf Applaus ;-)

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  • Staufer
    antwortet
    Eine Umsatzsteuererklärung nachträglich abgeben heißt noch nicht, dass die Rechnungen gem. Umsatzsteuergesetz (UStG), § 14 Ausstellung von Rechnungen, korrekt waren und die Kunden zur nachträglichen Zahlung der aufaddierten Umsatzsteuer verpflichtet sind. Im Zweifel müssen Sie nachträglich von Ihrem Netto=Brutto-Betrag Umsatzsteuer zahlen (s.o.).

    Das Ganze ist eine völlig verworrene Sachlage, vor allem wegen der zeitlichen Situation. Die Berechnung dass Sie mit den 19,— Euro einen Gewinn machen, ist abwegig. Im Zweifel müssen Sie davon nämlich ebenfalls Umsatzsteuer abführen. Und der Rest erhöht auch noch Ihre Steuerpflicht aus Selbstständigen Einnahmen. Mangels ausreichender Kenntnis sollten Sie sich entweder mit Ihrem Finanzbeamten oder mit einem Steuerberater in Verbindung setzen. Zwischen 2013 und 2020 liegen sieben Jahre ...

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  • MrX
    antwortet
    Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
    Spannender ist eher die Frage, ob das für 2013 wirklich rechtens war, wenn 2013 der Kleinunternehmerstatus laut Angabe noch richtig war.
    Stimmt. Also ich denke/hoffe, dass dies schon rechtens war. Man muss die Kleinunternehmerregel ja nicht zwingend anwenden. Mann kann/darf ja auch freiwillig eine Umsatzsteuererklärung abgeben. Nur wenn man sich dafür entscheidet, ist man soviel ich weiß 5 Jahre daran gebunden. Da ich aber ab 2014 eh eine Umsatzsteuererklärung abgeben musste, passte das schon. Abgesehen von dem steuerlichen Mehraufwand, war dies bei mir auch sinnvoll, weil ich so die Vorsteuer abziehen konnte bzw. kann und meinen Kunden es im Prinzip völlig egal war ob mit oder ohne MwSt weil alles Unternehmen sind.
    Außerdem fragte ich 2016 sogar beim Finanzamt nach, dass wenn ich bereits ab 2013 zur Umsatzsteuer "optieren" möchte, ob dies möglich wäre und ob ich da einen Antrag stellen müsse. Der Finanzbeamte meinte, dass es dann einfach genügen würde, wenn ich eine Umsatzsteuererklärung abgeben würde. Dass ich diese allerdings erst so spät abgeben würde daran hatte wohl niemand gedacht. Denke dass für mich halt dann vor allem negativ sein könnte, dass mir noch entsprechende Verzugszinsen oder so berechnet werden.




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  • MrX
    antwortet
    Ja genau die Rechnungen habe ich alle 2016 für die Jahre 2013 (2014 u. 2015) nachträglich korrigiert und auch die entsprechenden Beträge 2016 erhalten.

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  • Charlie24
    antwortet
    Noch mal zum Prinzip: Wenn Sie 100,— Euro ohne aufaddierte Umsatzsteuer erhalten haben, müssen Sie bei der Nachberechnung von diesen 100,— Euro 15,97 Euro Umsatzsteuer zahlen.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden die Rechnungen korrigiert, d. h., es wurden 119,00 € neu in Rechnung gestellt. Spannender ist eher

    die Frage, ob das für 2013 wirklich rechtens war, wenn 2013 der Kleinunternehmerstatus laut Angabe noch richtig war.

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  • MrX
    antwortet
    Zitat von Staufer Beitrag anzeigen
    Noch mal zum Prinzip: Wenn Sie 100,— Euro ohne aufaddierte Umsatzsteuer erhalten haben, müssen Sie bei der Nachberechnung von diesen 100,— Euro 15,97 Euro Umsatzsteuer zahlen. Es bleiben Ihnen also noch 84,03 Euro netto Einnahmen.
    Ist dies sicher? Also müsste ich die 100,-- Euro als Bruttoeinnahmen deklarieren, obwohl es eigentlich Nettoeinnahmen waren (also ohne Umsatzsteuer)?
    In der Umsatzsteuererklärung werden dann davon die 19% herausgerechnet, also die 15,97 Euro, die ich dann als Umsatzsteuer (für 2013) abführen müsste?

    Ich will ja nicht mit Sicherheit behaupten, dass es nicht so ist, aber dann stellt sich für mich folgende Frage:
    Wenn ich 2016 doch die 19% Umsatzsteuer auf die 100,-- Euro Nettoeinnahmen nachgefordert und entsprechend 19,-- Euro erhalten habe, dann passt das doch nicht mit 2013.
    2013 müsste ich dann ja "nur" 15,97 Euro Umsatzsteuer zahlen und bekommen habe ich ja eigentlich (2016) 19,-- Euro? Das wäre ja ein gutes Geschäft für mich?

    Habe ich da was falsch verstanden, noch immer nicht richtig kapiert oder haben wir da einfach aneinander vorbei geschrieben?




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  • Staufer
    antwortet
    Noch mal zum Prinzip: Wenn Sie 100,— Euro ohne aufaddierte Umsatzsteuer erhalten haben, müssen Sie bei der Nachberechnung von diesen 100,— Euro 15,97 Euro Umsatzsteuer zahlen. Es bleiben Ihnen also noch 84,03 Euro netto Einnahmen.
    Wenn Sie Jahre später die Umsatzsteuer nachzahlen müssen, erfassen Sie diese Zahlung in der EÜR unter dem Dialog: Nachgezahlte Umsatzsteuer. Sie brauchen dann noch nicht mal einen Haken für das bezogene Jahr machen. Das wirkt sich auf Ihre Einnahmen aus.

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  • MrX
    antwortet
    Nun die Jahre wurden ja vom FA geschätzt und sind nach § 165 Abs. 1 Staz 2 AO teilweise vorläufig und unterliegen auch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.
    Ich bin ja trotzdem zum einen verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben und zum anderen hat man ja, wenn man zur Abgabe verpflichtet ist bis zu 7 Jahre Zeit.

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  • Adi
    antwortet
    Haben Sie Informationen, dass sie so viele Jahre zurück können. Normalerweise beträgt die Festsetzungsfrist(Verjährungsfrist) 4 Jahre, also 2016 ?

    Außerdem sind die Bescheide doch alle rechtskräftig, oder haben Sie einen passenden AO § ?
    Zuletzt geändert von Adi; 08.04.2020, 10:43.

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  • MrX
    antwortet
    Besten Dank für Ihe schnelle Antwort.

    Dass ich gedanklich zwischen der Umsatzsteuererklärung und der EÜR trennen muss ist mir prinzipiell klar. Allerdings gebe ich ja in der SPE bei meiner EÜR meine Einnahmen ein, die es dann automatisch in meine Umsatzsteuererklärung übernimmt. Meine konkrete Fragen sind nun:

    1. Gebe ich als Einnahmen in der EÜR meine erhaltenen Honorare als Netto-Betrag an? 2013 stellte ich meine Honorare ja "zunächst" als Kleinunternehmer (ohne Umsatzsteuer) in Rechnung. Also wenn ich z.B. Honorare in Höhe von 100,-- Euro erhalten habe, gebe ich diese als Netto-Beträge an. Die SPE rechnet ja dann aber für 2013 trotzdem 19% Umsatzsteuer hinzu, obwohl ich diese erst 2016 nachberechnet habe. Ist dies trotzdem so korrekt? Ich denke bei der EÜR spielt die Umsatzsteuer in diesem Zusammenhang auch keine große Rolle. Richtig?

    2. Wie sieht es aber in der Umsatzsteuererklärung für 2013 aus? Die in der EÜR eingegebenen Honorare werden ja in die USt-Erklärung übernommen. Und hier zeigt es mir ja dann für die z.B. 100,- Euro erhaltenen Honorare 19% also 19,-- Euro Umsatzsteuer an, die ich ja eigentlich erst 2016 nachgefordert und erhalten habe! Kann bzw. muss ich dann trotzdem so tun, als ob ich die Umsatzsteuer bereits 2013 (und nicht erst 2016) erhalten habe? Also dann müsste ich quasi die Umsatzsteuer auch schon für das Jahr 2013 ans Finanzamt abführen, obwohl ich diese eigentlich erst 2016 vereinnahmt habe. Richtig?

    3. Wie verhält es sich denn dann im Jahr 2016? Kann ich dann die in 2016 nachgeforderte und erhaltene Umsatzsteuer für das Jahr 2013 in 2016 völlig ignorieren, weil ich diese ja im Prinzip schon sowohl in der EÜR und der USt-Erklärung 2013 berücksichtigt habe? Richtig?

    Ich hoffe, dass ich mein Problem bzw. meine Fragen jetzt noch etwas deutlicher machen konnte. Am liebsten wären mir jetzt natürlich "3 Ja's" als Antwort.



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  • Staufer
    antwortet
    Vom Grundsatz her gilt Folgendes: Trennen Sie gedanklich zwischen der Umsatzsteuererklärung und der EÜR.

    Sie müssen für jedes Jahr eine korrigierte Umsatzsteuererklärung abgeben und die Umsatzsteuer ggf. nachentrichten. Oder Sie erhalten Rückzahlungen vom Finanzamt. Damit ist die Seite Umsatzsteuer erledigt.

    Die Zahlungen der Kunden erfassen Sie in der EÜR in dem Jahr, in dem Sie sie erhalten haben. Gleiches gilt für die Nachzahlungen der Umsatzsteuer an das Finanzamt oder Rückzahlungen. Das Ergebnis der EÜR beeinflusst Ihr Einkommen.

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